Produktionen/Productions

RE-DISCOVERING ROKOKO

L'ARTASERSE

Dramma per musica von Leonardo Vinci, Text: Pietro Metastasio

Uraufführung: Rom, 4. Februar 1730
Österreichische Erstaufführung (Erste Wiederaufnahme seit 1746)

Premiere: 14. Februar 2007
Vorstellungen: 16., 18., 21. und 26. Februar 2007, 19:00 Uhr

Im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste
1060 Wien, Lehargasse 4-6
SEMPERDEPOT– AUSSTELLUNGSRAUM

Musikalische Leitung: HUW RHYS JAMES
Inszenierung: NICOLA RAAB
Bühnenbild: REINHARD TAURER
Kostüme: LINDA REDLIN
Licht: STEFAN PFEISTLINGER

Orchester MUSICA POETICA Wien

Mit Andrew Watts, Romeo Cornelius, Roman Sadnik, Marianne Gesswagner, Elena Copons und Gottfried Falkenstein.
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Copons und Sadnik. Foto: Reitinger- Musikwerkstatt Wien. Watts und Sadnik. Foto: Reitinger- Musikwerkstatt Wien. Cornelius und Copons. Foto: Reitinger- Musikwerkstatt Wien.
V.l.n.r.: Copons und Sadnik; Watts und Sadnik; Cornelius und Copons. Fotos: Reitinger.

KRITIKEN:

Hitverdächtig!
Kronenzeitung, Karl-Heinz Roschitz

Ist die musikalische Vergangenheit tot? Darüber kann man sich bei Huw Rhys James, musikalischer Leiter der Musikwerkstatt Wien, glücklicherweise nicht sicher sein. Er fand eine Kopistenabschrift der ersten Vertonung des damals vergötterten Metastasio-Librettos L'Artaserse, jene von Leonardo Vinci (nicht der Maler!). Er hat dieses Werk nach hunderten Jahren wieder spielbar gemacht. Und er gibt den historischen Plot, in welchem es vor allem um Mordgelüste, Missgeschicke und um Loyalität geht, mit dem Barockorchester Musica Poetica Wien (toll die Deutsche Theorbe) überzeugend wieder.
Die darstellerischen Interpretationen von Roman Sadnik, Elena Copons und Marianne Gesswagner entsprechen den Anforderungen. Begeisternd: Countertenor Andrew Watts als Titelheld. Gut: Regisseurin Nicola Raab. Vinci soll ein plötzlicher Tod ereilt haben. Hoffen wir das nicht von dieser österreichischen Erstaufführung.
Der Standard, Beate Henneberg

Gesungen wurde durchwegs ausgezeichnet. Die Countertenöre Andrew Watts (Artaserse) und Romeo Cornelius (Arbace) waren in den Stimmlagen - Vinci verlangte Soprankastraten - perfekt trainiert. Beim Tenor Roman Sadnik als Bösewicht kam schauspielerische Intensität dazu, Elena Copons und Marianne Gesswein überzeugten in ihren Frauenrollen.
Salzburger Nachrichten, Ernst P. Strobl

Wiedererweckte Konkurrenz für Händel
Und weil der Raum im wesentlichen leer war, blieb alle Konzentration auf den Sängern haften: Allesamt von Nicola Raab (Regie) vorbildlich geführt, beeindruckten vor allem der begnadete Countertenor Andrew Watts als Artaserse, der getriebene Artabano Roman Sadnik und die Damen Elena Copons (Semira) und Marianne Gesswagner (Mandane). Huw Rhys James wachte mit seinem jungen Barockensemble Musica Poetica Wien über das Ganze. Man darf gespannt sein, ob die Reanimierung des Artaserse über die fünf Aufführungen hinaus anhält. Mit den öfter gespielten Händels und Vivaldis kann sich Vinci auf jeden Fall messen.
Wiener Zeitung

Denn “ L’Artaserse“ des Komponisten Leonardo Vinci erwies sich als höchst lebendig. Das lag natürlich an der Interpretation: Der Dirigent Huw Rhys James hat aus Notenmaterial in der Nationalbibliothek die Partitur erstellt, und so kann das 1730 in Rom uraufgeführte Werk erstmals in Österreich erklingen, ungemein kompetent gespielt vom Barockorchester Musica Poetica. Volle Bandbreite der Emotionen.
Ebenso großen Anteil am Sieg des Werks hat die Regisseurin Nicola Raab (die 2008 wieder bei den Bregenzer Festspielen inszenieren wird): Sie hat Respekt vor dem Libretto, vor den Figuren und ihren Schicksalen. Die Rezitative werden mit einer Intensität “ gespielt“ , als handle es sich um Theater, für die Arien gibt sie den Protagonisten Zeit, die volle Bandbreite der Emotionen zu entwickeln.
Das Ensemble, in dem sich nicht weniger als drei Countertenöre finden, wird von dem großartigen Andrew Watts in der Titelrolle dominiert. Das Publikum zeigte sich drei “ barocke“ Stunden lang gefesselt.
Vorarlberger nachrichten, Dr. Renate Wagner

Der kraftvolle Counter von Andrew Watts in der Titelpartie sticht aus dem Ensemble durch technische Klarheit hervor. Souverän: Tenor Roman Sadnik als sein Gegenspieler. Dazu junge Stimmen: Der rauchig expressive Counter von Romeo Cornelius, die meist lyrischen Soprane von Elena Copons und Marianne Gesswagner.
Kurier, Judith Schmitzberger

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Obwohl die Pflege des barocken Musiktheaters in den letzten 20 Jahren enorm zugenommen hat, ist der Beitrag Österreichs und insbesondere Wiens zur Entwicklung der Barockoper und des europäischen Musiktheaters vor Chr. W. Glucks Theaterreform bis dato ungenügend erforscht. Zwischen 1680 und 1760 war Wien die Hauptstadt der Oper, damals wie heute europaweit bekannt für neues Musiktheater, mit bis zu zehn Ur- und Erstaufführungen jedes Jahr.

Schlüsselfigur dieser Epoche ist zweifellos Pietro Metastasio, Hofdichter und Gründer der Opera Seria. L`Artaserse ist nicht nur sein erfolgreichstes Werk, sondern das erfolgreichste Libretto aller Zeiten, mit Vertonungen von 90 verschiedenen Komponisten zwischen 1730 und 1790. Die Musikwerkstatt Wien präsentiert die Fassung der Uraufführung, in der Vertonung von Leonardo Vinci.

Die eindringliche Musik Leonardo Vincis, einer der beliebtesten Komponisten seiner Zeit, sowie die hohe literarische Qualität des Librettos von Pietro Metastasio machen L’ARTASERSE zu einer Barockoper von besonderer Güte. Ein psychodramatisches Meisterwerk, von der Musikwerkstatt Wien im Archiv der österreichischen Nationalbibliothek entdeckt, ist L`ARTASERSE 2007 zum ersten Mal seit mehr als 250 Jahren wieder auf einer Bühne zu sehen.

Lassen Sie sich diese Kostbarkeit nicht entgehen!


MUSIKWERKSTATT WIEN, KONZERT- & OPERNPRODUKTIONEN
Mag. Anna-Maria Birnbauer & Huw Rhys James, Speisingerstrasse 149/1, A-1230 Wien
Tel.: +43 676 5223668, Fax: +43 1 8891996, E-mail:

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